d - Politik
Wem genau "droht" sie?
Wer genau fühlt sich davon "bedroht"?
Warum verwendet der ORF das Wort "droht"?
Wie wärs mit: Schmied bietet den Rücktritt an?
nathilion - 4. Mrz, 21:47
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So, mein Wahlzettel ist ausgefüllt in der Urne. Jetzt heißts mal wieder warten auf Ergebnisse.
Ich tippe auf einen klaren Sieg der SPÖ vor der ÖVP (ich rede von Salzburg :) ).
Ändern wird sich dadurch garnichts - was aber auch völlig scheißegal ist. Ein Problem wird nur, dass die FPÖ wohl dazugewinnen wird. Insofern hoffe ich einfach, dass sich SPÖ und ÖVP vertragen, dass uns eine Regierungsbeteiligung dieser rechtsradikalen Partei erspart bleibt.
Ich bin allerdings mal wieder recht enttäuscht von den Salzburgern, FPÖ dürfte wohl knapp 20 Prozent erreichen. Schlimm Schlimm.
@Kärnten: Wenn ein paar Prognosen stimmen, dann dürfte wohl die SPÖ die Wahlen gewinnen. Das wäre schön.
nathilion - 1. Mrz, 15:44
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Ja richtig! Nicht nur Kärnten wählt. Auch Salzburg - obwohl diese Tatsache in den Medien deutlich weniger Aufmerksamkeit bekommt.
Ist aber andererseits kein Wunder. Selten hab ich so wenig von einem Wahlkampf mitbekommen, wie in Salzburg. Das ist aber genau das was mir gefällt. Im Gegensatz zu den Horror-Wahlkämpfen in Wien, die uns ja 2010 wieder erwarten, ist hier alles friedlich und ohne großes Aufsehen über die Bühne gegangen. Wahlplakate ohne Aussagen, ganz lieb und nett - mehr war von den Parteien nicht zu hören. Sehr gut hat das getan.
Im Endeffekt isses ja auch scheißegal, ob morgen SPÖ oder ÖVP gewinnt. Beide würden leider, sollte eine GroKo nix werden, mit der FPÖ ohne Wenn und Aber koalieren.
Selten war mir eine Wahl so wurscht. Dennoch weiß ich diesmal ganz eindeutig, wen ich wählen werde. Das ist mir noch nie zuvor passiert. Allerdings nicht deshalb, weil mich diese Partei so überzeugt hätte. Nein, das hat eigentlich wiedermal keine Partei geschafft. Sondern viel mehr, weil eine bestimmte Partei in meiner Verwandtschaft einige Vorteile haben könnte.
Das erleichtert sinnlose Grübeleien über sinnlose Parteien bei einer sinnlosen Wahl.
Da ist es natürlich schon spannender, ob in Kärnten SPÖ oder BZÖ gewinnt - sagen zumindest manche Leute in manchen Medien....
nathilion - 28. Feb, 16:38
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Schade, dass Christoph Chorherr es wohl nicht nocheinmal an die Spitze der Grünen schaffen wird.
Wäre er dort Parteichef würde ich nicht zweimal darüber nachdenken die Grünen zu wählen.
Hier wieder ein tolles Interview mit ihm in der Presse.
nathilion - 31. Okt, 03:12
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Warum spricht das keiner aus? Darf man das nicht? Ist Stefan Petzner nicht Beweis genug?
Bestes Beispiel das "Frühstück bei mir" am letzten Sonntag, mit einer einmal mehr unfähigen Claudia Stöckl und Petzner, der sich "auf bizarre Weise zur Nebenwitwe stilisiert" (c
Misik) bzw. seit "einer Woche in jede Kamera heult, die er finden kann" (c
Misik).
Ich habe selten ein Interview gehört, in dem beide Gesprächspartner so "indirekt" miteinander redeten. Beide wissen was gemeint ist, aber keiner spricht es aus. Schrecklich!
Was spricht dagegen, die Dinge beim Namen zu nennen? Schwul zu sein ist doch kein Verbrechen, oder doch oder wie jetzt?
nathilion - 20. Okt, 15:58
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Viel los ist in letzter Zeit im Staate Österreich. Da ist es gar nicht so einfach den Überblick zu behalten. Daher: Eine kurze Wiederaufbereitung der letzten Geschehnisse:
- Wilhelm Molterer (ÖVP) kündigt die Koalition auf, weil er meint, diese sei nicht regierungsfähig. Neuwahl.
- Wilhelm Molterer - und mit ihm (vermutlich und hoffentlich) die Ära Schüssel plus Konsorten - tritt nach horrenden Verlusten für dessen Partei ab. Josef Pröll darf endlich die Führung der Volkspartei übernehmen. Allgemeiner, vorsichtiger Jubel.
- Josef Pröll will sich mit der Regierungsbildung Zeit lassen. Wir hätten ja eh noch eine voll funktionsfähige Regierung, sagt er. Allgemeine Verwirrung.
- Alexander Van der Bellen tritt als Bundessprecher der Grünen ab. Eva Glawischnig darf endlich die Führung der Grünen übernehmen. Allgemeine Trauer und Betroffenheit.
- Jörg Haider kommt bei einem Unfall ums Leben. "Ziehsohn" und "Lebensmensch" Stefan Petzner übernimmt dessen Nachfolge als Chef des BZÖ. Allgemeine Trauer und Betroffenheit.
- Die Teuerungswelle stirbt und wird zu einer kommenden Finanzkrise umgemodelt. Ist aber besser so, weil die betrifft uns vermutlich nicht so stark und ist immerhin noch nicht zu einer Wirtschaftskrise geworden. Allgemeine Erleichterung.
Soweit zu Gewesenem. Doch wie wird es weitergehen?
- Wird Pröll derjenige sein, dem man zutraut, die ÖVP wieder auf einen vernünftigen und akzeptierbaren Weg zurückzuführen? Oder stürzt er Österreich in eine weitere Krise inklusive Neuwahlen, weil er meint, die Oppositionsrolle sei für seine Volkspartei die bessere?
- Wird das BZÖ ohne der Führungsfigur Jörg Haider untergehen oder wird sich das dritte Lager wieder vereinen?
- Wird Eva Glawischnig die Grünen wieder an die 4%-Hürde heranführen?
- Wird aus der Finanzkrise eine Wirtschaftskrise, die wiederum zu einer Teuerungswelle führt?
- Warum ist die SPÖ eigentlich so langweilig? Immer noch steht Faymann an der Spitze und immer noch will dieser einzig eine Koalition mit der ÖVP.
- Und zuletzt: Werden die Studiengebühren wieder eingeführt? Zu deutsch: Kommt es zu einer "spannenderen" Koalitionsvariante als Rot-Schwarz, wie es sich ein Herr Purger im Leitkommentar der Salzburger Nachrichten wünscht, also zu Schwarz-Blau-Orange?
Es bleibt spannend und ziemlich sicher habe ich irgendwas vergessen.
nathilion - 13. Okt, 14:43
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Ein interessanter und etwas anderer, persönlicher
Blogeintrag zu Jörg Haiders Ableben von
Marco Schreuder.
Ein besonders interessanter Auszug:
Jörg Haiders Äußerungen zur NS-Zeit wurde in den österreichischen Medien wieder unter der Rubrik "Was das Ausland zum Tod Haiders sagt" gebracht. Dass er den Rechtsstaat missachtete - etwa bei den Orttafeln in Kärnten - wird kaum erwähnt. Warum kann Österreich eigentlich nicht selbst darüber reflektieren, sondern lässt das wieder nur als Außensicht geschehen?
nathilion - 12. Okt, 02:54
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Jörg Haider. Kein anderer war in den letzten Jahren so konstant in der Politik präsent, wie Jörg Haider.
Jörg Haider hat mich durch meine Kindheit und Jugend begleitet, bis zum heutigen Tag. Er war mein persönliches Feindbild und das von vielen anderen. Ein Feindbild, dass niemand ersetzen kann, das wird auch Hans Strache nicht schaffen.
Aber ich bin deftig verwirrt. Und wie man in diversen Blogeinträgen, Kommentaren und Zeitungsartikeln lesen kann, bin ich nicht der einzige. Ich bin nicht traurig, aber irgendwie betroffen.
Jahrelang habe ich diesen Menschen verabscheut. Für seine politischen Statements hätte ich ihn oft am liebsten verprügeln wollen und Menschen, die seine Partei wählten, habe ich nie verstanden.
Und jetzt ist er tot, das ist so irreal, eine Politik ohne den "Jörgl". Da fehlt ganz gewaltig etwas. Der Begriff Hass-Liebe fällt mir dazu ein. Für mich war da immer die Politik - und Jörg Haider. Eine fixe Institution, die auch auf ewig existieren würde.
Vermutlich liegt es auch an dem letzten Wahlkampf, in dem man einen völlig neuen, scheinbar erwachsen und vernünftig gewordenen Jörg Haider kennen lernen durfte, dass es noch weit mehr betroffen macht, dass er gestorben ist.
Ich hätte ihn nie gewählt und habe mit den meisten seiner politischen Einstellungen nie etwas anfangen können. Aber sein Tod passt mir einfach nicht ins Konzept.
UPDATE: Allerdings würde ich nie im Leben soweit gehen, den Tod Jörg Haiders mit 9/11 zu vergleichen, wie es gerade jemand bei den Ö3-Nachrichten getan hat. Auch dass alle Kärntner verzweifelt sind und nicht wissen, wie es nun weitergeht halte ich für übertrieben.
nathilion - 11. Okt, 23:36
Österreich ist immer noch eines der reichsten Länder der Welt.
Rund 1,2 Milliarden hat die SPÖ jetzt mit mehreren anderen Parteien kurz vor der Wahl ausgegeben. Klingt viel.
Die Bawag ist pleite gegangen und zum größten Wirtschaftsskandal der Österreichischen Geschichte geworden. Wie hoch der Schaden genau war weiß ich nicht, aber ich glaube weit unter der 10 Milliarden Grenze, wenn nicht sogar unter 5 Milliarden. Klingt aber immer noch viel.
Dennoch: Die US-Amerikaner berappen im Zuge der Finanzkrise jetzt 700 ! Milliarden Dollar. Auch in Deutschland gehen mehrere Banken den Bach hinunter und der Schaden dürfte sich auch hier im dreistelligen Milliarden bereich befinden.
Wenn Österreich so reich ist, dann dürfte die knappe Milliarde für vier SPÖ-Pakete nach meinen Berechnungen (die zugegebenermaßen nicht auf genauen Zahlen beruhen, die aber aufgrund der unverhältnismäßigen Höhenunterschiede jedoch auch zu vernachlässigen sind) eigentlich ein Lecherlschaß sein.
Ebenso wirkt der "Bawag-Skandal" in letzter Zeit auf mich irgendwie lächerlich, wenn man sieht welche Schadensbeträge in anderen Ländern zustande kommen und dennoch die Probleme, wenn auch schlimm, aber lösbar scheinen.
Ich glaube die Probleme in unserem schönen Land werden etwas zu ernst genommen und überbewertet. Je nachdem, wie es halt gewisse Leute gerade brauchen.
nathilion - 9. Okt, 18:42
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Da hat die "Mariklär" Zimmermann einmal tatsächlich was richtiges gesagt:
Vor einigen Monaten sagte Molterer "es reicht!" und beendete die Koalition, weil sie es nicht schaffte das Land zu regieren..
Jetzt plötzlich sagt Pröll: "Wir haben eine funktionsfähige Regierung, daher hätten wir auch keine Eile mit der Regierungsbildung" ?!
Hallo? Verarschen kann ich mich selber auch...
nathilion - 9. Okt, 00:25
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